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Wissen

Berufe in Content und Social Media

In diesem Feld kann derselbe Stellentitel bei zwei Arbeitgebern ganz unterschiedliche Aufgaben bedeuten. Mehr verrät meist die Aufgabenliste in der Ausschreibung.

Die Aufgaben

  • Community Management. Betreuung der Kanäle, Moderation, Umgang mit Beschwerden und mit Hasskommentaren. Der letzte Punkt belastet und steht selten in der Ausschreibung. Es lohnt sich, im Gespräch danach zu fragen.
  • Redaktionsplanung für Plattformen. Was erscheint wann auf welchem Kanal und in welcher Form. Die Arbeit ist näher an klassischer Redaktion, als der Titel vermuten lässt.
  • Kurzvideo. Konzeption, Dreh und Schnitt, oft in einer Person. Diese Rolle wächst in diesem Feld am schnellsten.
  • Newsletter. Eine eigene Disziplin mit eigenem Handwerk: Betreffzeilen, Versandrhythmus, Abmeldequoten. Dazu kommt die rechtliche Seite, also Einwilligung, Abmeldelink und Impressumspflicht.
  • Analyse. Reichweiten auswerten und daraus Entscheidungen ableiten.

Schreiben und Zahlen

Fast überall wird beides verlangt: gut schreiben und Zahlen lesen können. Eines davon allein reicht selten. Bewerberinnen und Bewerber, die beides mitbringen, sind knapp. Deshalb bleiben Stellen in diesem Feld oft lange offen.

Titel und Aufgaben

„Social Media Manager“ kann heißen, den ganzen Tag Kommentare zu beantworten. Es kann auch heißen, die Strategie für sechs Kanäle mit einem Team von drei Leuten zu verantworten. Beides wird unter diesem Titel ausgeschrieben.

Zwei Angaben helfen bei der Unterscheidung: ob Personalverantwortung genannt ist und ob ein Budget erwähnt wird. Fehlt beides, handelt es sich um eine ausführende Rolle, egal wie der Titel klingt.

Häufige Fragen

Was macht ein Social Media Manager?

Das hängt vom Arbeitgeber ab. Manchmal steckt Community Management dahinter, also Kanäle betreuen, moderieren und auf Beschwerden antworten. In anderen Fällen geht es um Redaktionsplanung und Strategie für mehrere Kanäle, oft mit eigenem Team. Welche Variante gemeint ist, lässt sich an Personalverantwortung und Budget in der Ausschreibung ablesen.

Gehört der Umgang mit Hasskommentaren zur Arbeit?

In der Kanalbetreuung fast immer, auch wenn es selten in der Ausschreibung steht. Fragen Sie im Gespräch konkret nach: ob es schriftliche Regeln gibt, an wen Sie schwierige Fälle weitergeben können und wer sich um rechtliche Schritte kümmert.